Angst

ANGST UND ANGSTSTÖRUNG

Angst ist ein normales Gefühl und gehört zum Leben. Es gibt keine restlos angstfreien Menschen. Angst hat eine wichtige Lebensfunktion und kann vor gefährlichen Situationen schützen oder helfen, diese zu vermeiden.

Aber was ist, wenn die Angst überhand nimmt und mich im Alltag blockiert?

Eine Angststörung tritt dann auf, wenn Ängste ohne reale Bedrohung auftreten, übermäßig stark sind, zu lange andauern und mit ausgeprägten körperlichen Beschwerden einhergehen.
Dazu zählen z. B. Herzklopfen, Mundtrockenheit, Harndrang, Übelkeit, Brustenge, flache Atmung und Schwäche. Angststörungen treten bei etwa 15-20 Prozent der Bevölkerung im Verlauf des Lebens auf.

Eine Angststörung erschwert wesentlich die Bewältigung des Alltags, führt zu großem Leid und schränkt der Lebensqualität massiv ein. Menschen mit Angststörungen versuchen ihre Ängste zu vermeiden und sie damit unter Kontrolle zu halten. Leider nehmen die Ängste dabei häufig zu und setzen sich fest. Doch das kräfteraubende Vermeidungsverhalten ist nicht nötig.

„Man muss sich von sich selbst nicht alles gefallen lassen.“ Viktor E. Frankl
Denn Angststörungen lassen sich gut behandeln.

SCHWERPUNKTE

Es gibt viele verschiedene Angststörungen. Ängste können sich auf Objekte, Situationen und Menschen beziehen. Ich arbeite vor allem (aber nicht nur) mit Menschen, die Ängste im sozialen Zusammenhang erleben und in etwa folgende Gefühle und Gedanken haben:

– Sie wünschen sich eine tiefe Bindung zu einem Menschen, haben aber zugleich Angst vor Abweisung, 
    lassen deshalb die Tiefe gar nicht erst zu und leiden darunter.
– Sie fühlen sich unfrei und gehemmt, vor Menschen zu sprechen und trauen sich nicht zu sagen,was sie denken.
– Sie haben Angst vor Prüfungen, verschieben diese oder treten sie gar nicht an.
– Sie haben sehr hohe eigene Erwartungen an sich selbst und grübeln, ob Sie gut genug sind („Kopfkino“).
– Sie haben Angst vor Abweisung, wenn sie glauben, die fremden Erwartungen nicht zu erfüllen.
– Sie haben Angst, nicht zu genügen und passen sich deshalb lieber an anstatt, dass sie mit Ihrem Denken und
   Handeln mutig hervortreten.
– Sie sind unter Sorge, alles überkorrekt zu erledigen, das bremst sie im Tun.
– Sie sind übermäßig bemüht, das Richtige zu sagen und zu schreiben und erlauben sich deshalb nicht authentisch
   und frei zu sprechen.
– Sie fühlen sich beobachtet unter Menschen, sind schüchtern und erröten leicht.

WAS SIE TUN KÖNNEN

Indem Sie diesen Text lesen, haben Sie den ersten wichtigen Schritt schon getan: Sie setzten sich mit Ihrer Angst auseinander. In einer Therapie machen Sie das systematisch und in einem geschützten Rahmen. Sie können Ihre Angst behandeln und müssen sie nicht vermeiden. Je früher, desto besser. Denn unbehandelte Ängste können sich verstärken und mit anderen psychischen Erkrankungen wie Depressionen, Zwängen, traumatischen Erlebnissen und Suchterkrankungen vermischen. Dabei zählt die Behandlung von Ängsten zu den wirksamen und an gut erforschten Behandlungen in der Psychotherapie.

In einer Therapie lernen Sie in einer geschützten Umgebung zunächst Ihre Angst kennen. Sie lernen wie Ihre Angst entsteht, was sie verursacht und wie sie mit ihr dosiert umgehen können. Oft liegen Verletzungen und unerfüllte Bedürfnisse Ihrer Angst zugrunde. Diese zu verstehen und zu verarbeiten, führt dazu, dass die Angst Macht über Ihr Leben verliert, häufig gänzlich verschwindet und Sie wieder mehr das sein können, wer Sie wirklich sind.    

Panikattacke – Was tun? Hier finden Sie eine Selbsthilfe zum Download

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Psychotherapie | Coaching | Manuela Wörle
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